West-Nil-Virus - Kurz zusammengefasst

 

Bis jetzt vor allem im Süden vertreten, zeigt der aktuelle Anstieg der Fallzahlen, dass das West-Nil-Virus nun auch bei uns immer mehr zum Thema wird.

Die Übertragung findet durch Gelsenstiche statt, eine Ansteckung von Tier zu Tier ist nicht möglich. Zwar verlaufen laut AGES ca. 80% der Infektionen bei Pferden symptomlos, bei 10-20% kommt es zu grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit…). Befällt das Virus auch das Zentralnervensystem (ZNS), entwickeln die Pferden neurologische Symptome wie Ataxie, Muskelzittern, Bewusstseinsstörungen (Apathie und Übererregbarkeit), Lähmung der Gesichtsnerven sowie einzelner Gliedmaßen bis hin zum Festliegen. Diese Patienten müssen intensivmedizinisch betreut werden und die Prognose für ein Überleben liegt bei 50-70%. Nach überstandener neurologischer Infektion kommt es auch häufig zu Folgeschäden.

Die Therapie erfolgt symptomatisch, da keine Medikamente gegen das Virus existieren. Allerdings gibt es für Pferde einen gut verträglichen Impfstoff. Die Grundimmunisierung erfolgt mit 2 Impfungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen und wird anschließend jährlich aufgefrischt.

 

Quellen: AGES, Vetsuisse Fakultät Zürich, Universität Leipzig, Vetmeduni Vienna